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Port-en-Bessin

Kleiner, geschichtsträchtiger Fischerhafen…

Eingebettet zwischen den legendären Landungsstränden, auf halbem Weg zwischen Arromanches und Pointe du Hoc, ist Port-en-Bessin viel mehr als nur ein Küstenort. Dieser authentische und lebendige Fischereihafen – der größte in der Normandie – besticht schon auf den ersten Blick durch seine einzigartige Atmosphäre, in der sich der jodhaltige Geruch des Meeres, das Kreischen der Möwen und das unaufhörliche Kommen und Gehen der Trawler vermischen. Hier gibt es keine künstliche Folklore: das maritime Leben ist eine alltägliche, ehrliche und tief verwurzelte Realität.

Im Rhythmus der Gezeiten

In Port-en-Bessin leben alle im Rhythmus der Gezeiten und der Fischerboote, die hin und her fahren. In der Morgendämmerung verlassen die Trawler den Hafen, um in die fischreichen Gewässer des Ärmelkanals zu fahren, bevor sie einige Stunden später mit ihrer wertvollen Fracht zurückkehren. An den Ständen der Auktion herrscht reges Treiben: normannischer Hummer mit kräftigen Scheren, perlmuttfarbene Jakobsmuscheln, Seebarsch mit festem Fleisch, Seezunge, Steinbutt und viele andere Arten werden von professionellen Käufern und Neugierigen nacheinander angeboten. Ein Spaziergang entlang der Kais, die Beobachtung der Fischer bei der Arbeit mit ihren Netzen und das Einatmen der Meeresluft machen diesen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Auf den Anhöhen wacht der Vauban-Turm.

Nach einem Spaziergang am Wasser nehmen Sie den Pfad, der auf die wilde Klippe über dem Hafen führt. Auf dem Gipfel erhebt sich stolz der Vauban-Turm mit Blick auf den Ärmelkanal. Er wurde 1694 auf Befehl des berühmten Militäringenieurs von Ludwig XIV. erbaut, um Korsaren zu überwachen und mögliche englische Invasionen zu verhindern. Heute ist sie still und bietet ein außergewöhnliches Panorama über den Hafen, die Kalksteinklippen und die Weite des Meeres. Ein atemberaubender Aussichtspunkt, voller Geschichte und Feierlichkeit.

Eine strategische Rolle im Jahr 1944

Der Zweite Weltkrieg hat auch in Port-en-Bessin tiefe Spuren hinterlassen. Genau zwischen den beiden alliierten Landungszonen – Omaha Beach im Westen und Gold Beach im Osten – gelegen, wurde der Hafen bereits am 7. Juni 1944 von britischen Kommandos befreit. Er wurde schnell zum Kopf des PLUTO-Netzes(Pipe Line Under The Ocean), einem System von Unterwasser-Pipelines, die den Treibstoff transportierten, der für die alliierten Armeen auf ihrem Weg nach Deutschland unerlässlich war. Diese wichtige logistische Rolle, die oft verkannt wird, macht Port-en-Bessin zu einem wichtigen Glied in der Geschichte der Befreiung.

Wenn Sie mehr über diese Zeit erfahren möchten, sollten Sie das Musée des épavaires sous-marines du Débarquement besuchen, in dem Panzer, Flugzeugreste, Archivdokumente, Filme aus der Zeit und persönliche Gegenstände aus dem Meeresgrund ausgestellt sind. Ein bewegender Einblick in das kollektive Gedächtnis.

Nicht verpassen

An Sommerabenden verwandelt sich Port-en-Bessin: Jeden Freitagabend belebt der Nachtmarkt die Kais in einer festlichen und warmen Atmosphäre, bevor der Himmel in den Farben eines Feuerwerks über dem Meer erstrahlt. Eine schöne Art, einen Tag in der Normandie abzuschließen.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

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